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Älter werden – jünger bleiben

Seit nun mehr 50 Jahren bemühen wir uns, in der Trimmerrunde durch sportliche Übungen  dem „Älter werden-jünger bleiben“ zu entsprechen. Dabei werden wir von zwei erfahrenen  Übungsleiterinnen unterstützt.

Vor den Übungsstunden am Dienstag und Freitag treffen sich schon vorher einige

Trimmer zur Joggingrunde durch den naheliegenden Wald.

Außerdem gibt uns unser Trimmerkollege Marjan die Möglichkeit, unter seiner Anleitung das Deutsche Sportabzeichen in Gold/Silber oder Bronze zu erlangen und somit die Bestätigung zu bekommen: Wir sind noch fit!

 


Trimmerrunde am 24.September 2019

 

 

 

Was uns besonders charakterisiert ist dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt.

 

So wie in jedem Jahr, hat auch  in 2019 eine Gruppe begeisterter Radfahrer eine Tour unternommen. Näheres dazu am Ende dieses Berichts.

 

 

Anfang September fand ein von Horst organisierter 3-tägiger Segeltörn nach Arnis, statt. Mit 6 Yachten und 19 Teilnehmern  sind wir bei wechselndem Wetter sportlich gesegelt und haben die kleinste Stadt Deutschlands erkundet.

An zwei Abenden haben wir im  Grillhaus des Hafens lecker gegessen und danach bei Akkordeonmusik gesungen und  fröhliche Stunden verbracht.

 

Robert hat dieses in einem Gedicht zusammengefasst:

 

Ach, was war das für ein Sommer,

Hitze reichlich und auch kühl.

Das vertragen unsere Trimmer,

denen wird es nie Zuviel.

 

Denkst du jetzt an junge Leute,

ja, mein Freund, da liegst du falsch!

Mitte 70 sind die meisten und noch immer flott auf Trab.

Einige schon über 80, na, mein Freund, jetzt bist du platt.

 

Doch nun werd' ich euch mal sagen, was da letztens so geschah.

Eine Segeltour nach Arnis und sie war ganz wunderbar!

Nur das Wetter nicht das beste, auch viel Regen war dabei.

Doch die Stimmung, die war bestens, da ist Wetter einerlei.

 

Trotzdem sind wir unverdrossen in den rauen Wind geschossen.

Das war schön, tat allen gut. So was macht uns nicht kaputt.

Gut gelaunt dort angekommen, erst ein Kaffee und geschnackt.

Dann den Grillplatz angesteuert, mit Steaks und Würstchen eingepackt.

 

Gemütlich haben wir dort gegessen und war alles gut verdaut,

holte Norbert seine Quetsche und es wurde etwas laut.

Schaurig klangen Seemannslieder in die stille, dunkle Nacht.

War der Text nicht immer richtig – trotzdem wurde viel gelacht.

 

Und so ging der Tag zu Ende. Jeder schlich zu seinem Boot.

Holte nach, was er versäumte: seinen Schlaf, denn der tat Not!

Am nächsten Morgen hört' man's regnen so leise auf das Oberdeck.

Das war schade, denn wir wollten doch noch weg!

 

Na ja, das ließ sich doch nicht ändern. Also Abmarsch in den Ort.

Gab so einiges zu sehen, auch 'ne kleine Kirche dort.

Etwas weiter so ein Gasthof. Na, da kehrten wir dann ein.

Denn nach solchen langen Wegen – so ein Bierchen, das muss sein!

 

Dann zurück zu unseren Booten, einen Kaffee noch an Bord,

auch bei Regen sehr gemütlich. Der Skipper hat uns gut versorgt!

Nachmittags dann, etwas später, wurde langsam mit Bedacht

bei der schönen kleinen Hütte wieder Grillfeuer entfacht.

 

Als die Glut so richtig heiß war, wurd' so manches ausgepackt!

Auch Segler sind perfekte Griller, das hätte mancher nicht gedacht.

Bier auf dem Tisch, die Wurst genossen, so ein Abend ist doch schön!

Alle satt nun und zufrieden. Nein, noch nicht zum Boote geh'n!

 

Das Akkordeon kam zum Vorschein und der Norbert spielte auf.

Wir alle Mann dazu gesungen. So nahm der Abend seinen Lauf.

Die Stimmung gut, alle zufrieden, haben wieder mal gelacht.

Und so waren wir uns einig: das wird auch nächstes Jahr gemacht.

 

Lass' ich alles so passieren, war es eine schöne Tour.

Man sollte es gern wiederholen, von „Nein-sagen“ keine Spur.

Und so wird wohl – man hat's geahnt -

Für's nächste Jahr ein Törn geplant.

 

Zum guten Schluss muss ich noch sagen,

so einfach ist das nicht getan!

Ein schönes Ziel ist schnell gefunden,

doch einer organisiert den Plan.

 

Auch die Musik nicht zu vergessen.

Norbert sorgt für gute Laune pur.

Und so ohne unsere Skipper naja,

da gäb's halt keine Tour.

 

Genug der vielen schönen Worte.

Allen, die das gemacht, gilt unser Dank.

Gesund und munter kamen wir dann wieder

und es wurde auch niemand (see)krank.

 

So sind sie mal, all unsre Trimmer,

es war sehr schön und vielen Dank.

Nächstes Jahr geht’s los wie immer.

Wir warten schon, doch das wird lang!

 

Robert  09/2019

 


         Besichtigung der Kirche von Arnis

        

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Am 13.September hatten wir ein schönes Fischessen im Seglerheim des TSVS.

Unsere Trimmerkollegin Maria und ihr Team haben uns mit leckeren Matjeskreationen verwöhnt.

 


                                      Maria und ihr Team

 

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Nach der letzten Sportrunde dieses Jahres, am 20.Dezember, findet um 19.00 Uhr unser traditioneller Weinachtspunschabend  im Vereinsheim  des TSVS statt.

Bei Punsch und Schmalzbrot verabschieden wir, mit Weihnachtliedern, das vergangene Sportjahr.

 

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Traditionell ist auch unser Grünkohlessen am 18.Januar 2020 um 18:00 Uhr im Vereinsheim bei unserem Wirt Heiko.

 

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Am 18.Februar 2020 um 19:30 Uhr treffen wir uns zur Hauptversammlung der Trimmer im   TSVS.

 

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Wenn Jemand  jetzt Interesse hat mitzutrimmen, geben unsere Trainingsabende Gelegenheit zum Kennenlernen.

 

 

Carsten Zemke

 

Radfahren und Segeln in Holland


Sechs Trimmer unterwegs am Ijsselmeer und auf den Inseln Texel und Terschelling
Für 2019 hatten wir uns mal was ganz anderes ausgedacht. Ein Reisebericht über eine kombinierte Radund Segeltour auf dem niederländischen 2-Mast-Plattboden-Schoner „Wapen fan Fryslan“ hatte uns neugierig gemacht auf eine solche Unternehmung und wir buchten dort eine Woche mit Vollpension und Fahrrädern. Vorgeschaltet hatten wir zwei Übernachtungen in Amsterdam. „Wir“ das waren die Trimmer Reinhard Ehresmann, Bernd Felkl, Bernd Krabbenhöft, Klaus Sanner, Wolfgang Schulz und ich. Am 30. 5. 2019 fuhren wir mit der Bahn mit Umsteigen in Hamburg und Osnabrück nach Amsterdam. Unsere Fahrräder und Satteltaschen hatten wir aus leidvoller Erfahrung diesmal zu Hause gelassen, was erheblich zur Enstpannung der Anreise beigetragen hat. Bei der Ankunft in Amsterdam staunten wir über
das riesige Gebäude des Zentralbahnhofes, 1889 im Stil des Historismus erbaut, diekt gegenüber der großen St. Nikolauskirche gelegen. Zentralbahnhof Amsterdam Sogleich besorgten wir uns in der Tourist-Info das 48-Stunden-Ticket zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und fuhren mit der Metro zu unserem etwas außerhalb gelegenen Novotel. Danach ging es zurück ins Zentrum und während einer mehrstündigen Besichtigungstour ließen wir den Charm der pulsierenden quirligen Stadt mit ihren schönen Straßen und Gassen, ihren Gebäuden Plätzen und Grachten auf uns wirken. Am Rembrandtplatz bewunderten wir die stählernen Plastiken von Rembandts berühmtem Gemälde „Die Nachtwache“, die anläßlich seines 400. Geburtstages dort aufgestellt worden sind. Wir besuchten den Beginenhof, wo heute überwiegend ältere Damen gegen eine geringe Miete inHäusern aus dem 15. Jahrhundert wohnen.
Im Zentrum, dem riesigen Platz „Dam“, gelegen an dem breiten Boulevard „Damrak“, der vom
Zentralbahnhof in die Innenstadt führt, bestaunten wir wir das Nationaldenkmal, den Königlichen Palast,die Neue Kirche und das Magna Plaza Shopping Center. Das Nationaldenkmal erinnert an die 5-jährige deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg. Der Königspalast aus Mitte 17. Jhdt.. diente ursprünglich als Rathaus. Seit 1808 wohnt hier die königliche Familie, wenn sie den Regierungssitz in Den Haag verläßt und in Amsterdam weilt. Die Neue Kirche aus dem frühen 15. Jhdt. ist die Krönungs- und Hochzeitskirche des holländischen Königshauses. Das riesige Plaza Shopping Center befindet sich in der im späten 19. Jhdt. im neugotischen Stil errichteten ehemaligen Hauptpost.
Blick vom Nationaldenkmal auf Königspalast und Neue Kirche
Unsere Besichtigungstour beendeten wir mit einem Abendessen in einem Restaurant in der Nähe des Damrak. Danach ging es mit der Metro zum Hotel. Die nötige Bettschwere hatten wir inzwischen. Am folgenden Morgen stürtzten wir uns sogleich in das Getümmel der Innenstadt.. Am Neumarkt, wo sich ein Lokal an das andere reiht, fanden wir in unmittelbarer Nähe der großen Bastion „De Waag“, einem ehemaligen Stadttor aus dem 15. Jhdt., ein gemütliches Plätzchen zum Frühstück und stärkten uns bei herrlichem Sommerwetter

Anschließend machten wir die für Amsterdam obligatorische Grachtenfahrt, die uns vielfältige Eindrückevon der Wasserseite der Stadt vermittelte. Wir staunten über den regen Verkehr auf den Grachten,unterfuhren zahlreiche Brücken, passierten Unmengen von an den Ufern festgemachten Hausbooten, einesehr eigene Art des Amsterdamer Wohnens am Wasser, und bewunderten die unterschiedlichstenGebäude an den Ufern. Unser sehr rühriger Bootsführer versorgte uns pausenlos mit Informationen über das frühere und das heutige Amsterdam, die Geschichte der Grachten und der anliegenden Gebäude und das rechtliche System der Hausboote. Danach fuhren wir zum Museumsquartier mit seiner Ansammlung
zahlreicher Museen. Die größten sind das riesige Reichsmuseum, für dessen Besichtigung man eher einen ganzen Tag hätte veranschlagen müssen und das Van Gogh Museum. Wir entschieden uns für letzteres und während einer mehrstündigen Begehung gewannen wir einen guten Überblick über das Leben und das Werk dieses großartigen Künstlers. Danach ging es wieder in die Innenstadt. Wir flanierten nochmals durch Straßen und Gassen des Zentrums, oft am Fluß Anstel entlang, und genossen das pulsierende Amsterdamer Leben. Nach einiger
Suche fanden wir ein geeignetes Lokal und genossen den warmen Sommerabend bei Speise und Trank. Den Tag beschloß ein ausgedehnter Nachtbummel zu der mit 1200 Glühlampen illuminierten Mageren Brücke, der Lieblingsbrücke der Amsterdamer und meistfotografierten.
Magere Brücke bei Nacht Am nächsten Morgen, dem 1. 7., genossen wir im Hotel ein sehr beachtliches aber nicht ganz billiges Frühstück. Mit der Metro ging es zum Zentralbahnhof von wo wir noch Zeit für einen letzten Stadtbummel hatten. Dann hieß es Adieu Amsterdam und mit der erneut pünktlichen holländische Bahn fuhren wir nach Enkhuizen am Ijsselmeer wo wir uns auf dem Segler einschifften. „Unser“ Schiff „`t Wapen Fan Fryslân Die frühere Zuiderzee ist durch einen Damm mit Schleuse und Sperrwerk zweigeteilt. Der südliche Teil heißt Markermeer, der seewärtige Ijsselmeer. Ein weiterer Damm trennt letzteres vom Wattenmeer. Die Wapen Fan Fryslân ist ein ehemaliges Handelsschiff, das zum Plattbodensegler mit Seitenschwertern
umgebaut wurde. Sie ist ein Zweimaster, 55 m lang und schonergetakelt mit Fock, Groß- und Besansegel. Die Besatzung besteht aus 4 Personen: Skipper, Matrose, Koch und Servicekraft. In 12 Kabinen mit je 2 Kojen können 24 Gäste mitgenommen werden. An Deck befinden sich ebensoviele Fahrräder, die nach Bedarf mit einer großen Persenning abgedeckt werden. Die Kabinen waren klein aber gemütlich und mit zu öffnendem Bulley, Sanitärraum mit Dusche, Waschbecken und WC. Skipper Erik machte uns mit dem Schiff, seinen Einrichtungen und den geplanten Rad- und Segeltörns vertraut. Danach wurden die Kabinen zugeteilt. Vor dem Abendessen an Bord hatten wir ausreichend Zeit für einen Stadtbummel. E. hat 18.000
Einwohner, ein überwiegend historisch geprägtes Stadtbild und erhielt schon 1356 Stadtrecht. Im 17. Jhdt. war der recht große Hafen von zentraler Bedeutung für die Ostindien- und später auch für die Westindienfahrt. Danach wurde er Standort der größten holländischen Fischereiflotte. Wir staunten über 3 große aber sämtlich geschlossene Kirchen und schöne alte Kapitänshäuser. Wahrzeichen der Stadt ist das doppeltürmige ehemalige Stadttor Drommedaris.
Stadttor Drommedaris Das gemeinsame Abendessen aller Gäste wie auch die nachfolgenden Mahlzeiten fand in dem großen und gemütlichen Salon statt. Der Salon diente auch dem abendlichen gemütlichen Beisammensein. Getränkeentnahmen erfolgten in Selbstbedienung mit Strichliste und Abrechnung am letzten Tag. Der „schiffige“ Salon Nach dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang durch einen der großen Yachthäfen. Am 2. 6. begannen dann zunächst die radfahrerischen Aktivitäten. Die Radtouren, jeweils mit einer kürzeren und einer längeren Variante, wurden von Skipper Erik optimal geplant und vorbereitet. Bereits beim Frühstück erhielten wir auf einer großen Tafel eine Einweisung über den jeweiligen Verlauf und
mögliche Varianten der Tour. Außerdem erhielt jede Kabine für unterwegs eine schriftliche Ausarbeitung mit Wegepunkten, Teilstrecken mit Entfernungsangaben, touristischen Höhepunkten und Einkehrmöglichkeiten. Nach Zuteilung der Unisex-Fahrräder mit 7 Gängen und Radtasche für den Tagesbedarf begann die 1. Radetappe nach der alten westfriesischen Hafenstadt Medemblik wo das Schiff schon auf uns wartete. Wir radelten durch eine maritim und landwirtshaftlich geprägte wunderschöne Landschaft, oft am Ijsselmeer entlang, vorbei an Brücken, Kanälen und Deichen, und saftigen Weiden mit Unmengen von Schafen, Kühen und Pferden. Nachdem die Fahrräder an Oberdeck verstaut waren segelten wir unter Fock und Großsegel durch Ijsselmeer und Wattenmehr nach Texel, der größten der wetfriesischen Inseln mit 14.000 Bewohnern, die fast so groß ist wie die nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr zusammen. Das Segelsetzen und -bergen geschah unter tätiger Mithilfe der Gäste. Es hatte zwar geheißen dies sei freiwillig, allerdings wäre Segeln ohne diese Mithilfe gar nicht möglich gewesen. Unter Anleitung des sehr jungen, flinken und umsichtigen weiblichen Matrosen Merle wurde
kräftig mit angepackt. Durch die Schleuse von Den Oever überwanden wir den Damm mit dem riesigem Sperrwerk zum Wattenmeer. Skipper Erik am Ruder Auf Texel angekommen machten wir im Hafen des Fischerdorfes Oudeschild, dem einzigen der Insel, neben unserem ständigen Begleiter, dem derselben Gesellschaft gehörenden 3-Mastschoner „Mare Fan Fryslan“ fest. Der große Hafen beherbergt neben zahlreichen Fischereifahrzeugen und Plattbodenyachten sogar eine Werft mit einem Schwimmdock. Der folgende Liegetag galt der Erkundung der Insel während einer größeren Radtour. Wir besichtigten das beeindruckende „Ecomare“ Aquarium und Naturmuseum, wo u.a. kranke Tiere gesund gepflegt und wieder ausgewildert werden. Höhepunkte dort waren die Fütterung von Schweinswalen und Seehunden sowie das Skelett eines 15 m langen Pottwals. Im Hauptort der Insel „Den Burg“ legten wir eine Kaffeepause ein und machten einen Rundgang durch den sehr sehensweten Ort. Nach der Rückkehr zum Schiff entspannten wir uns erstmal bei einem Bierchen. Am nächsten Morgen ging es unter voller Besegelung vorbei an der Insel Vieland nach Terschelling, der zweitgrößten der westfrisischen Inseln mit 5.000 Bewohnern. Leider schlief etwa Mitte der Tour der Wind ein und es musste motort werden. Beim Anlegen in West-Terschelling, dem einzigen Hafen der Insel,legte Skipper Erik ein spektakuläres Anlegemanöver im hintersten Winkel des mit Dutzenden von
Plattbodenseglern völlig überfüllten Hafens hin. Wir erkundeten den netten Ort mit seinem 56 m hohen Leuchtturm „Brandaris“ von 1594, dem ältesten der Niederlande, und mit den Resten einer deutschen Bunkerstellung aus dem 2. Weltkrieg. Blick auf West-Terschelling mit Leuchtturm Brandaris und Hafen Der 5. 6. begann mit einer Radtour über den größten Teil der Insel. Wir besichtigten das Bunkermuseum mit vormaliger Radarstellung „Tiger“ mit 4 Bunkern von ehemals 84, welche die Deutschen im Rahmen des Atlantikwalls u. a. zum Schutze des Fliegerhorstes in Leuwarden errichtet hatten. Die meisten dieser Bunker sind in den Dünen verschwunden, werden vom Windnoch aber immer mal wieder freigelegt. Auf der Weiterfahrt besuchten wir noch ein Wrackmuseum. Dort hat ein Privatmann in einem größeren Haus mit großem Freigelände in einer unglaublichen Vielfalt Unmengen von aus dem Meer gesammelten Gegenständen wie nautische Geräte, alle möglichen Ausrüstungsgegenstände von Schiffen, Kanonenrohre, sogar einen U-Bootturm und den Schleudersitz eines Starfighters, aber auch allerlei
Klimbim ausgestellt. Weiter ging es an den Strand, der ähnlich breit und tief ist wie der Kniepsand auf Amrum. Obwohl bereits Juni herrschte dort gähnenede Leere, wir waren praktisch die einzigen Besucher. Nur wir am Strand von Terschelling Nachmittags motorten wir nach Harlingen, da Flaute. Die einst stolze Hafenstadt mit 15.000 Einwohnern beherbergt heute außer einer Vielzahl von Segelbooten das Fährterminal zu den Inseln Terschelling und Vieland. Wir machten einen ausgedehnten Spaziergang durch die hübsche Altstadt mit vielen schönen Häusern und Grachten mit Segelbooten. Hafenkante mit Leuchtturm in Harlingen Vormittags am 6. 6. war wieder eine längere Radtour angesagt. Es war frisch und es herrschte Starkwind mit Regen, der aber später aufhörte. Skipper Erik war skeptisch, ob er bei dem auflandigen Wind das Schiff, das uns in Makkum wieder aufsammeln sollte, von der Pier frei bekommt. Zunächst radelten wir nach Franeker einer Stadt mit 13.000 Einwohnern, schönen alten Häusern und einem Rathaus von 1591 im Stil der niederländischen Renaissance. Wir besichtigten die Hauptatraktion der Stadt, das Privat- Planetarium des Hobbyastromen Eise Eisinga, der dort zwischen 1774 und 1781 in seinem Wohnzimmer mittels eines komplizierten hölzernen Räderwerkes ein maßstabgerechtes Modell des Sonnensystems nachbaute, um das grassierende Gerücht zu widerlegen, die bevorstehende Kollision zweier Planeten werde zum Weltuntergang führen. Alle Planeten, Sonne, Mond und Sterne bewegen sich wie in der Wirklichkeit, und das seit fast 240 Jahren. Dann fuhren wir weiter zu unserem Zielort Makkum, wo wir stundenlang auf unser Schiff warteten, das wegen hohen Verkehrsaufkommens die Schleuse zum Ijsselmeer erst mit großer Verspätung passieren konnte. Das Festmachen des Schiffes im völlig überfüllten Hafen endete in ziemlichem Chaos . Ein leckeres Grillessen unserer stets tüchtigen und ideenreichen Köchin Jule an Oberdeck entschädigte uns für die lange Warterei. Letztes Segeln am 7. 6. Am 7. 6., unserem letzten Radfahr- und Segeltag, war es wieder frisch und windig, häufig hatten wir Gegenwind. In dem kleinen Ort Kondum machten wir Mittag. Während der Radtour verlegte das Schiff nach Stavoren, wo wir am frühen Nachmittag einstiegen und zunächst segelnd, später bei Gewitterböen motorend, gegen Abend den Ausgangsort und Heimathafen des Schiffes Enkhuizen erreichten. Nach dem Abendessen machten wir noch einen letzten Spaziergang durch die sehenswerte Stadt. Letztes Abendessen an Bord Nach der letzten Nacht an Bord wurden die Koffer gepackt. Dem letzten Frühstück folgte die Getränke- Abrechnung. Dann hieß es Abschiednehmen und bei Böen von 8 bis 9 Beaufort wurden wir sozusagen von Bord geblasen. Während der Rückreise mit der Bahn nach Kiel hatten wir in Amsterdam einen Zwischeaufenthalt von fast 4 Stunden, den wir noch einmal für einen Stadtbummel nutzten.


Bernhard Horn

   

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